KI & Bioinformatik

Zum besseren Verständnis von Erkrankungen und deren individualisierter Therapie sind die Identifikation genetischer Risikofaktoren und ihrer molekularen Signalwege sowie die Entwicklung prädiktiver Modelle für Krankheitsverlauf und -schwere von zentraler Bedeutung. An der MHH stehen bestehende und geplante Patientenkohorten mit modernsten (Einzelzell-) Multi-Omics-Daten zur Verfügung. Unsere Nachwuchsgruppe konzentriert sich auf die Vorverarbeitung (Integration) molekularer Daten, um standardisierte und hochqualitative Datensätze für die Analysen der weiteren CAIMed-Nachwuchsgruppen zu erstellen. Das Ziel besteht darin, diese Daten in großem Umfang mithilfe innovativer KI-Methoden zu evaluieren. Hierzu zählen die Identifizierung von Faktoren, die mit dem Schweregrad und Fortschreiten von Krankheiten korrelieren, um individuelle Reaktionen auf Krankheiten/Behandlungen vorherzusagen und somit eine molekulare Grundlage für die Stratifizierung von Patientengruppen zu schaffen.

Aktuell befasst sich die Gruppe mit der Evaluierung von Datensätzen zur Vorhersage von Long-COVID. Dies geschieht im Rahmen der BMFTR-geförderten Projekte AID-PAIS und FEDCOV und inkludiert diverse deutsche COVID19 Kohorten, sowie Datensätze der UK Biobank. Zusätzlich werden Datensätze aus anderen chronischen Virusinfektionen und daraus resultierenden Fatigue-Syndromen (z.B. ME/CFS) integriert, wie z.B. aus chronischen Hepatitis C Virus Infektionen.

Ziel ist die Förderung der Umsetzung dieser mathematischen Modelle in medizinische Behandlungs-, Diagnose- und Prädiktionsverfahren als entscheidender erster Schritt zur individualisierten Prävention und Behandlung.

Team

Prof. Dr. Yang Li, HZI, CiiM

Mentor

Prof. Dr. Markus Cornberg, MHH

Mentor

Prof. Dr. Thomas Illig, MHH

Mentor