Wenn ein Kind schwer krank ist, soll es die bestmögliche Behandlung erhalten, unabhängig davon, wo es lebt. Doch das ist leichter gesagt als getan: Hochspezialisierte Kinderkliniken gibt es nicht überall, und der Fachkräftemangel im Gesundheitswesen macht eine flächendeckende Versorgung zunehmend schwieriger.
Beim Meet-up von Digitales Hannover zeigte Dr. Michael Sasse von der Kinderklinik der MHH, wie diesem Dilemma begegnet werden kann: durch die enge Verzahnung spezialisierter Zentren mit kleineren, dezentralen Kliniken, unterstützt durch Telemedizin und KI-basierte Entscheidungshilfen. Das Pädiatrische Intensivnetzwerk PIN, an dem die MHH-Kinderklinik beteiligt ist, ist ein konkretes Beispiel dafür, wie diese Idee in der Praxis funktioniert.
CAIMed arbeitet in diesem Bereich bereits mit der Kinderklinik der MHH zusammen. Gemeinsam mit dem Peter L. Reichertz Institut für Medizinische Informatik entwickeln die beteiligten Gruppen KI-gestützte Lösungen, die das Pflegepersonal entlasten und gleichzeitig die Qualität der Patientenversorgung verbessern sollen, nicht als Ersatz menschlicher Expertise, sondern als verlässliche Unterstützung im klinischen Alltag.
Die Beteiligung am Meet-up von Digitales Hannover ist für CAIMed Teil eines bewussten Ansatzes: Forschung entfaltet ihren Nutzen erst dann, wenn sie den Weg in die Praxis findet – und dieser Weg beginnt im Gespräch.